Bewerbungstipps für Absolventen

Bewerbungstipps für Absolventen

Sie sind bald oder schon mit Ihrem Studium fertig und suchen jetzt nach Ihrer ersten festen Stelle? Dann geht es ans Bewerben. Was Sie dabei beachten sollten, damit Sie die beste Chance auf den Job haben, den Sie wollen, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Schnell zum Ziel

Skip the theory → Diese Unterlagen brauchen Sie

Hard & Soft Skills → Das sind die feinen Unterschiede

Bewerbungsfoto ja oder nein? → Das gilt es zu beachten

Inhaltsverzeichnis
  1. Unterlagen vorbereiten
  2. Hard- & Soft-Skills
  3. Fokus auf Ihre persönlichen Stärken
  4. Bewerbungsbild: ja oder nein?
  5. Feinschliff
  6. Selbst schreiben, Muster nutzen oder erstellen lassen?
  7. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Achten Sie bei Ihren Dokumenten immer auf Vollständigkeit und Kohärenz
  • Informieren Sie sich vorab genau über den Job und das Unternehmen
  • Setzen Sie nicht nur Ihre bisherigen Leistungen in Studium und Berufswelt ein, um zu überzeugen, sondern auch persönliche Skills, die Sie als Mensch ausmachen
  • Geben Sie sich sympathisch, offen und kompetent
  • 50,4 % der Akademiker nutzen bereits KI für ihr Anschreiben (softgarden-Studie 2025)
  • 42 % der Unternehmen sortieren erkennbar nicht individuelle Anschreiben aus (JobTrends-Studie 2017)

Unterlagen vorbereiten

Die drei elementaren Dokumente für Ihre Bewerbung sind:

  • Lebenslauf,
  • Anschreiben,
  • und (Arbeits-)Zeugnis(se)

Ihr Lebenslauf

Im Lebenslauf fassen Sie die Stationen Ihres universitären und beruflichen Werdegangs stichpunktartig zusammen. Haben Sie schon praktische Joberfahrungen sammeln können, können Sie hier auch schon in wenigen Worten die von Ihnen übernommenen Aufgaben auflisten.

Wichtig ist es schon hier einen Bezug zur Stelle herzustellen, auf die Sie sich bewerben. Qualifiziert Sie Ihr Studium dafür, ein Nebenjob, ein Volontariat? Dann vergessen Sie nicht diese Punkte mitaufzunehmen.

📌 Quick-Tipp #1: Achten Sie auf Aktualität

Halten Sie Ihren Lebenslauf immer aktuell, dann haben Sie für die Bewerbung keinen großen Aufwand mehr.

Das Anschreiben

Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit sich vorzustellen: Sie klären dabei nicht nur, warum Sie sich ausgerechnet auf diese Stelle bewerben, was für Vorkenntnisse und Fähigkeiten Sie speziell dafür mitbringen und was Sie schon alles erreicht haben, sondern drücken hier auch Ihre Motivation für den Job aus. Sie haben hier die Chance von sich, Ihrem Wissen und Ihrer Persönlichkeit zu überzeugen.

Wichtig: Schreiben Sie Ihr Anschreiben selbst und lassen Sie es nicht von einem K.I.-Tool verfassen. Das ist leicht herauszufinden und sieht dann so gar nicht motiviert aus.

(Arbeits-)Zeugnis(se)

Oft werden Nachweise über Ihre Studienleistung, Abschlusszeugnis, oder beruflichen Schritte, Arbeitszeugnisse oder sogar Arbeitsproben, bei der Bewerbung mitverlangt. Versuchen Sie, so weit wie möglich, diese Dokumente bereit zu halten und auch abzuliefern – sie weisen nach, dass Sie bspw. die Nebentätigkeit ausgeführt oder wirklich einen so guten Notendurchschnitt haben, wie von Ihnen angegeben.

Wie viele Bewerber überlassen ihr Anschreiben inzwischen der KI? Die softgarden-Studie „KI trifft Recruiting 2025“ (6.929 befragte Bewerber, Mai bis Juli 2025) zeigt: Unter Akademikern nutzen bereits 50,4 Prozent KI für das Anschreiben, über alle Bewerber hinweg sind es 43,2 Prozent. Gerade unter Hochschulabsolventen ist der KI-Text also eher die Regel als die Ausnahme.

Personaler reagieren allerdings empfindlich auf austauschbare Texte: Bereits in der Studie „JobTrends 2017“ von Staufenbiel und Kienbaum gaben 42 Prozent der Unternehmen an, erkennbar nicht individuelle Anschreiben auszusortieren.

Für Sie bedeutet das: Ein selbst formuliertes, auf die Stelle zugeschnittenes Anschreiben ist als Absolvent kein Mehraufwand ohne Wirkung, sondern ein echtes Unterscheidungsmerkmal gegenüber der wachsenden Masse an KI-Texten.

Hard- & Soft-Skills

Hard Skills und Soft Skills werden in fast jedem Job benötigt und haben besonders bei hochrangigen Stellen einen besonderen Wert. Abhängig von der gewünschten Position können sich verschiedene Anforderungen an Ihre Fähigkeiten stellen.

Hard Skills

Hard Skills sind erlernte Fähigkeiten, die gezielt einsetzbar und nachweisbar sind, wie bspw.

  • Sprachlevel
  • EDV-Kenntnisse
  • Führerschein
  • Teilnahmezertifikate für Fort- und Weiterbildungen

Soft Skills

Soft Skills sind individuelle Fähigkeiten, die Ihre Persönlichkeit, soziale und methodische Interaktion wiedergeben, bspw.

  • Sprach – und Kommunikations-Skills
  • Resilienz und Stressbewältigung
  • Selbstständigkeit und Eigeninitiative
  • Ideenreichtum, Kreativität

Die Hard-Skills sind wichtig, um Ihr erlerntes Wissen, Ihre erlernten Fähigkeiten und Kompetenzen zeigen und nachweisen zu können – aber auch die Soft-Skills sind wichtig. Je nach Bereich können sie sogar mehr ins Gewicht fallen als die Hard-Skills, eben weil man die Hard-Skills lernen kann, wohingegen die Soft-Skills grundlegend Charaktersache sind.

Das heißt: überlegen Sie sich für Ihre Bewerbung genau, welche Hard-Skills von Bedeutung sind und mit welchen Soft-Skills Sie überzeugen können. Wollen Sie in beratender Funktion arbeiten sind Resilienz und Kommunikations-Skills vielleicht wichtiger als Ihre Abschlussnote.

Fokus auf Ihre persönlichen Stärken

Stellenausschreibungen können manchmal einschüchternd wirken, denn nicht selten wird die eierlegende Wollmilchsau gesucht, jedenfalls scheint es so. Aber, Sie müssen nicht jede einzelne Anforderung zu 100% erfüllen, um sich bewerben zu können – auch nicht, um eine reale Chance zu haben.

Setzen Sie den Fokus Ihrer Bewerbung immer auf die Dinge, die Sie besonders gut können. (Natürlich immer in Bezug zur Stellenausschreibung). Und zeigen Sie sich, bei Dingen, die Sie noch nicht so gut können, einfach sehr motiviert, indem Sie bspw. schreiben, dass Sie gerne die Chance hätten Fähigkeit XY noch auszubauen. So machen Sie aus einer potenziellen Schwäche, etwas, dass Sie bereit sind zu lernen.

📌 Quick-Tipp #2: Auf Selfbranding setzen

Versuchen Sie sich in Ihren Unterlagen und im Bewerbungsgespräch wie eine individuelle Marke zu betrachten und sich dementsprechend möglichst positiv selbst zu vermarkten. Plattformen wie STUDENTpartout unterstützen Sie dabei, frühzeitig passende Stellen zu finden, um Ihre individuellen Stärken gezielt einzusetzen – oft auch schon neben dem Studium.

Bewerbungsbild: ja oder nein?

Grundlegend müssen Sie Ihrer Bewerbung kein Bild von sich beifügen, aber ein Bild kann natürlich einen guten persönlichen ersten Eindruck hinterlassen, wenn Sie ein paar Dinge dabei beachten.

  1. Kleiden Sie sich dafür so, wie es in der Brache, für die Sie sich bewerben, typisch ist
  2. Schauen Sie direkt in die Kamera, damit sich Ihre späteren Betrachter auch angesprochen fühlen
  3. Versuchen Sie freundlich, also bestenfalls lächelnd, aber gleichzeitig selbstbewusst zu wirken
  4. Übertreiben Sie es mit sämtlichen Schmuck, Schminke und Co. nicht, sondern halten Sie es gepflegt aber simpel

Feinschliff

Vor allem bei der ersten Bewerbung kann noch etwas Unsicherheit und Nervosität mitschwingen, auch beim Verfassen der Bewerbungsunterlagen. Lassen Sie Ihre Dokumente also immer nochmal von einer anderen Person Korrektur lesen, Stichwort: Zwei-Augen-Prinzip.

Auch hilft es, wenn Sie vor dem Versenden nochmal eine Nacht drüber schlafen, vielleicht fällt Ihnen beim nochmal Durchlesen noch etwas auf oder Ihnen ist noch etwas eingefallen, das Sie vorher vergessen haben. Lassen Sie sich Zeit, machen Sie die Sachen in Ruhe und stressen Sie sich nicht unnötig.

Selbst schreiben, Muster nutzen oder erstellen lassen?

Methode

Kosten

Zeitaufwand

Qualität

Erfolgschance

Kostenlos

Hoch (10-20h)

Mittel

Abhängig von Ihren Fähigkeiten, meist durchschnittlich

Gering (10-50€)

Mittel (2-4h)

Mittel

Abhängig vom Prompting, aber Ergebnisse eher schlecht

Hoch (200-800€)

Sehr gering (1h eigener Aufwand)

Sehr hoch

Sehr hoch, da individuelle und höchst professionell. Zudem Karriere-Tipps

Sehr hoch (300-1000€)

Sehr gering (1h eigener Aufwand)

Hoch

Hoch, da individuell und höchst professionell

Muster und Vorlagen

Mittel (20-100€)

Mittel (2-4h)

Mittel

Gering, da meist Standard-Produkt ohne Individualisierung oder Anpassung auf Stellenausschreibung

📌 Empfehlung: Gerade bei der Bewerbung auf Ihre Wunschstelle ist eine professionelle Bewerbungsberatung die beste Wahl. Die Investition in hochwertige Bewerbungsunterlagen ist häufig der ausschlaggebende Punkt, der Sie von anderen Bewerbern abhebt und Sie einen Schritt näher an Ihr Ziel bringt.

Fazit

Der erste Schritt in Richtung Bewerbung ist immer das Aufbereiten Ihrer Unterlagen. Sie geben erste Einblicke in Ihre Laufbahn, Ihre Persönlichkeit und Motivation. Versuchen Sie sie also immer möglichst gut auf sich und die Stellenausschreibung zuzuschneiden und aktuell zu halten.

Fokussieren Sie sich dabei auf Ihre eigenen Stärken, sowohl bei den Hard-Skills, als auch bei den Soft-Skills. Sie überzeugen selten nur durch Ihre erlernten Fähigkeiten, sondern auch durch Ihr Charisma, Ihre Wordgewandtheit etc.

Lassen Sie sich von mindestens einer anderen Person helfen, die Ihre Unterlagen prüft, Feedback gibt und sie Korrektur liest.

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